Historisches

Das Museum ist in einem einzigartigen Bau, dem barocken Meierhof des Stiftes St. Florian, untergebracht: Dieser Meierhof wurde 1676-85 unter Propst David Fuhrmann erbaut, noch vor dem Bau des Stiftes (das heutige Stift wurde zwischen 1686 und 1750 von den Baumeistern Carlo Carlone und Jakob Prandtauer erbaut). Der Komplex ist ein mächtiger Vierkanter mit einem Innenhof von fast 2.500m² und einem noch größeren Vorhof samt niedrigen Vorbauten. Im Erdgeschoß waren die großen Stallungen untergebracht, darüber befanden sich die Räumlichkeiten zur Lagerung der Futtervorräte und des Getreides. Besonders interessant ist der Dachstuhl mit den Gaupen. Die Dachfläche hat 7.200m² und ist mit 220.000 Biberschwanzziegeln gedeckt.

In Oberösterreich galt der Bau als das bedeutendste wirtschaftliche Bauwerk seiner Epoche. Die Stallungen waren selbst für die Gegend von St. Florian riesig. Vor 100 Jahren gab es hier 60 Angestellte, 36 Pferde und 150 Kühe. Im oberen Teil des Gebäudes waren Vorräte (Heu, Stroh, Getreide) gelagert. it den Änderungen in der Landwirtschaft wurden solche Großobjekte überflüssig und das Stift konzentrierte seine Landwirtschaft auf Höfe außerhalb des Ortes. Der Meierhof hatte daher seine ursprüngliche Funktion verloren und verfiel in den 60er Jahren. Vom "Verein zur Erhaltung des barocken Stiftsmeierhofes St. Florian" wurde der Meierhof zwischen 1969 und 1979 wieder instand gesetzt. Umfangreiche Investitionen waren nötig, um das Bauwerk wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu bringen. Nach der Entscheidung, hier das Oö. Feuerwehrmuseum einzurichten, nahm sich der Verein "Historisches Feuerwehrzeughaus St. Florian" 1979 dieses Vorhabens an. Er sorgte für die Adaptierung der Räume für Ausstellungszwecke und die Einrichtung des Museums. Am 20.05.1984 wurde das Museum (1. Etappe) eröffnet.  

Museums-Chronik

2011: Sonderausstellung: "Atemschutz im Feuerwehrdienst"

2009: 25 Jahres-Jubiläum und CTIF-Zertifizierung.

2008: Sonderausstellung: "50 Jahre Tauchdienst der Oö. Feuerwehren", Geburtstagsfeier anläßlich des 60. Geburtstages von LFKDT Johann Huber.

2007: Großartiges Saisoneröffnungsfest mit zahlreichen Ehrengästen. Mitwirkung an das "Langen Nacht der Museen", Sonderausstellung: "Feuerwehrhelme als aller Welt".

2006: Sonderausstellungen: "Feuerwehren der Region Passau" sowie "135 Jahre ungarische Feuerwehren". HBI Erwin Chalupar wird zum Geschäftsführer des OÖ. Feuerwehrmuseums ernannt, Gründung des "Museumsquartetts" mit Fulda, Groß St. Florian/Stmk., Frastranz/Vlbg und St. Florian/OÖ, Erweiterung um zwei Hallen als Depoträume.

2005: E-OBR Franz Dutzler löst Hackhofer als Kustos ab. Durchführung div. Renovierungen, Computerinventarisierung. Zur Interschutz 2005 wurde das Löschfahrzeug Laurin & Klement nach St. Florian gebracht, Organisation des ersten Oldtimer-Traktortreffens im Museum.

2004: Sonderausstellung "Heiliger Florian", Gedenkmärsche und Wallfahrten in St. Florian.

2003: Der Hl. Florian wird neben dem Hl. Leopold zum oö. Landespatron ernannt.

2002: Umgruppierungen und Erweiterung der Hallen 14 und 15 auf insgesamt 2.500 m².

2001: Der neue Imagefilm des Oö. LFV beinhaltet auch eine gelungene Sequenz über das Feuerwehrmuseum. Nach monatelangen Bemühungen kann eine Kernreuter Dampf-Handdruckspritze aus dem Jahre 1901 vom Technischen Museum in Wien als Leihgabe erworben werden.

2000: Austragung des Landes-Feuerwehrleistungsbewerbes mit 1.370 Aktiv- und 910 Jugendgruppen in St. Florian. Sonderausstellung "Feuerwehrbezirk Linz-Land".

1999: Die Besucherzahl liegt knapp unter 8.000, ausländische Gäste überwiegen. Kustos Hackhofer bemüht sich um neue Mitarbeiter: Gisbert Heiserer, Ing. Norbert Lukesch, Anita Schlucker, Hans Gilbert Müller und Franz Dutzler.

1998: Sonderausstellung "Feuerwehrbezirk Freistadt".

1997: Einrichtung eines Luftschutzkellers mit Volksempfänger zwischen Hallen 6 und 7.

1996: im Rahmen der Landesausstellung wird im St. Florianer Teil speziell auf den oberösterreichischen Komponisten Anton Bruckner eingegangen.

1995: Hans Gilbert Müller verfasst einen neuen Museumsführer.

1994: Nach dem Ableben des bisherigen Kustos Kons. Schicklberger übernimmt der ehem. Werkmeister der Fa. Rosenbauer, Wilhelm Hackhofer, das Amt des Museumskustos.

1993: Anlässlich des 500-Jahres-Jubiläums der Marktgemeinde St. Florian wird eine ganze Reihe von Festveranstaltungen abgehalten. Sonderausstellung "Florianer Feuerwehren".

1992: Kustos August Schicklberger präsentiert seine neu renovierten Kastenspritzen (1877).

1991: LFKDT Salcher erleidet einen Schlaganfall, der ihn zum Rücktritt von seiner Funktion zwingt. Der bisherige LFKDT-Stv. Johann Huber wird zum neuen Landes-Feuerwehr-kommandanten gewählt und übernimmt das Amt des Vereinsobmanns.

1990: Sonderausstellung "Feuerwehrjugend in Oberösterreich". Ein in von der FF Wels in liebevoller Kleinarbeit restauriertes Tanklöschfahrzeug vom Typ 15/43, Baujahr 1944, wird feierlich dem Oö. Feuerwehrmuseum übergeben.

1988: Weitere Sonderausstellung: "Entwicklung des Atemschutzes".

1987: Herr Kurt Villmar aus Wuppertal wird als 50.000. Museumsbesucher registriert. Die Sonderausstellung zum Thema "Feuerwehren aus aller Welt" kommt sehr gut an.

1986: Ausrichtung der Oö. Landessausstellung zum Thema "Welt des Barock" in St. Florian. Mehr als 20.000 Gäste besuchen auch das Feuerwehrmuseum.

1985: Nach ca. 10.700 Besuchern in den ersten elf Bestandsmonaten wird zum Saisonstart die zweite Ausbauetappe von Landesrat Hofinger und LFKDT Salcher eröffnet.

1984: Eröffnung das Feuerwehrmuseums St. Florian in seiner ersten Etappe unter Vereinspräsident LFKDT Salcher.

1979: Umbenennung des "Vereins zur Erhaltung des barocen Stiftsmeierhofes St. Florian" in "Historisches Feuerwehrzeughaus St. Florian".

1978: Beschluss über die Einrichtung eines Feuerwehrmuseums.

1969: Gründung des "Vereins zur Erhaltung des Stiftsmeierhofes St. Florian" unter der Leitung von LFKDT Karl Salcher.

1929: Einrichtung eins "kleinen Feuerwehrmuseums" in der neu eröffneten Linzer Feuerwehrschule. 


Das Stift um 1230


Geschnitzter hl. Florian von Bildhauer Eberhard Rieber aus D-Jestetten nach der Miniatur-Vorlage im Missale des Heinrich von Marbach um 1306. Auf der Brust erscheint erstmals das Wappenschild mit dem Tatzenkreuz des Stiftes St. Florian.


(c) Feuerwehrmuseum St. Florian