Öffnungszeiten

Das Museum ist von 1. Mai bis 31. Oktober täglich außer Montag von 10-12 und von 14-17 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise

Erwachsene EUR 4,--
Kinder bis 7 Jahre Eintritt frei
Ermäßigung (Senioren, Schüler, Feuerwehrleute, Soldaten in Uniform) EUR 2,50
Gruppe ab 10 Personen EUR 3,--
Gruppenführungen (max. 30 Personen) EUR 15,--
   

Exponate

Da der Löscheimer ("Löschkette") eine recht unzulängliche Methode war, um Löschwasser an die gefährdeten Stellen  zu leiten, beschäftigte man sich schon im Altertum mit der Entwicklung von Feuerspritzen. Die Kolbenpumpe, deren Prinzip auf die Römer zurückgeht, wurde vom griechischen Physiker Ktesibios um 250 v. Chr. erfunden. Damit wurde es möglich, einen ständigen Wasserstrahl zu erzielen. Wie bei einer Dampflokomotive wird die Kolbenpumpe mittels Dampf in Betrieb gesetzt.

Die erste fahrbare Dampfpritze hat der schwedische Ingenieur John Ericson entwickelt. Im Jahre 1973 präsentierte der Wiener Wilhelm Knaust eine Dreizylinder-Dampffeuerspritze, die mit einer Reichweite von mehr als 40 Metern als eine der leistungsfähigsten Modelle dieser Zeit galt.

Im Jahre 1889 stellte Gottlieb Daimler die erste Benzinmotorspritze vor. Sie war für Hand- und Pferdezug eingerichtet und hatte als Antrieb der Kolbenpumpe einen Daimler-Motor. 1909 entwickelte die Fa. Rosenbauer die ersten Benzinmotorspritzen der österr.-ungar. Monarchie. Besonderen Erfolg hatte die Rosenbauer- Tragkraftspritze P-12, die eine Leistung von 250 l/min. verzeichnete.

Aufgrund des hohen Gewichts de Löschgeräte mußten besonders starke Pferde herangezogen werden, die ihre Dienste vereinzelt bis 1945 leisteten. Im Jahre 1903 wurden zwar elektrische Fahrzeuge getestet, jedoch setzten sich benzin- und dieselbetriebene Kraftfahrzeuge durch. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen besonders Kleinlöschfahrzeuge und Tanklöschfahrzeuge (Steyr, Opel) auf.

Neben weiterem essenziellen Gerätezubehör wie Leitern, Schläuchen, Kupplungen, Hydranten, Düsen, Beleuchtungsgeräten, Armaturen, Rohren, Handfeuerlöschern, etc. sind im Historischen Feuerwehrzeughaus St. Florian auch persönliche Ausrüstungsgegenstände wie Helme, Signalinstrumente, Waffen, Uniformen, Gasmasken, etc. ausgestellt.

Selbstverständlich sind in diese Ausstellung auch Nachbarorganisationen der Feuerwehr miteingebunden, insbesondere die Brandverhütungsstelle für Oberösterreich und die Oö. Feuerversicherer. Eigene Ausstellungsplätze haben die Geschichte des Oö. Feuerwehrverbandes und der Oö. Landes-Feuerwehrschule, die als erste im deutschsprachigen Raum (1927) gegründet wurde. Auch für die Feuerwehren der Städte Linz, Wels und Steyr sind eigene Ausstellungsstände vorgesehen, die stellvertretend für fast 1.000 Feuerwehren unseres Bundeslandes vom Wirken der Feuerwehren und des einzelnen Feuerwehrmannes zum Wohle der Gesamtheit berichten sollen.   

Anfahrtsplan


Exponate (Auszug)


Dreizylinder-Dampfspritze für Pferdezug, Fabrikat Knaust, Wien, Baujahr 1896, Leistung 900l/min., 50m Wurfweite, bis 1946 bei der FF Wels im Einsatz.


Anhänge-Motorspritze, Rosenbauer, Linz, Pumpe Rosenbauer H 90/3, Motor Austro-Fiat AFST, Leistung 1.200l/min. 8 Bar, 35 PS (25,5 KW), Baujahr 1929, Leihgabe FF Freistadt.


(c) Feuerwehrmuseum St. Florian